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| Autor/Autorin: Chris |
| Titel: Curiosity
Kills The Cat |
Regen.
Seit
Wochen nichts als Regen. Ich hatte noch nie zuvor so viele und so verdammt nasse
Regentage am Stück erlebt. Ich kam mir vor wie in der alten 2D-Videoversion von
"Blade Runner", komplett mit flackernden Neonröhren an der Hauswand
und brazzelnden Bildschirmen in den Fenstern der Third-Hand-Läden. Ich blieb
vor einem stehen, da die graufleckige PVC-Markise etwas Schutz vor dem Regen
bot. Im Schaufenster liefen, teils hundsmiserabel geflickt, alte Röhrenfernseher
und zeigten einen Querschnitt durch das, was wir hier im Jahre 2020 gemeinhin
Fernsehen nennen....
"Die
neue H&K-Schnellfeuerkanone HK666TX, gemeiner als ihr schlimmster
Nachbar..."
"Iron
Stallion - each night, every night and she'll never know"
"Kanal
30 - Dort, wo Triple X noch einen Namen hat"
"CyberNator
- die Kampfmaschine aus dem Bottich! Unzensiert schon ab 6!"
Der Regen
ließ - zumindest subjektiv - etwas nach, und ich schleppte mich mitsamt meiner
abgewetzten Ledertragetasche weiter, meinen vier Wänden in einem schmuddeligen
Apartmentblock entgegen. Aus der Ferne tönte der übliche Nachtlärm.
Dissonante Harmonien, zusammengesetzt aus zum tausendsten Mal recycleten
80er-Jahre "Hits", begleitet von heulenden Polizeisirenen und
stakkatohaft unterlegt vom Feuer automatischer Waffen.
Endlich.
Ich konnte den monolithischen Schatten "meines" Apartmentbunkers
ausmachen. Nur noch ein paar Dutzend Meter, und ich war im Trockenen. Ich spürte
die eisige Kälte des Regens kaum. Es mußte mit den Medikamenten zu tun haben,
die mir der Arzt in der Walk-In-Klinik verabreicht hatte. Die Betäubung, bevor
sie mir das kleine Implantat hinter dem linken Ohr eingesetzt hatten.
Ein
Kribbeln machte sich in meiner Magengrube breit. Eine halbe Ewigkeit Sparen,
Mistjobs und diverse schlecht bezahlte Datendiebstähle gipfelten in freudiger
Erwartung, und ich bildete mir ein, daß aus der abgewetzten Tragetasche eine
angenehme Wärme durch die klatschnasse Seite meines schwarzen Trenchcoats
sickerte. Ich beschleunigte, soweit möglich, meine Schritte und hastete unstet
durch teilweise schenkeltiefe Pfützen. Endlich an der Haustür angekommen, wühlte
ich in meiner Manteltasche und zog die zerkratzte Magnetkarte heraus, die
hoffentlich die Tür öffnen würde. Ich zog sie durch den Leseschlitz, einmal,
zweimal... aber außer dem zittrigen Blinken der Stand-By-Diode gab es keine
Reaktion. Fluchend hieb ich mit der geballten Faust auf das billig wirkende
Metallkästchen, das sich mit einem trockenen "Piep" bei mir bedankte
und die Tür freigab. Ich schob mich ins Treppenhaus, mied aus reiner Gewohnheit
den Lift (im besten Fall hatte dort jemand hingekotzt, schlimmstenfalls lag da
eine Leiche drin) und erklomm die Stufen in den neunten Stock. Eine erneute
Buddelei förderte einen geradezu archaisch wirkenden Stahlschlüssel zutage,
den ich nacheinander in die drei Sicherheitsschlösser an meiner Tür stopfte
und diese dadurch öffnete.
Die Tür
schwang auf und ich wurde durch das leicht eiernde "Mi-auauau" meiner
"absolutely RealKat (tm)" begrüßt. Das kleine Plastik-Fell-Bündel
sprang mir mit fröhlich neongelb leuchtenden Augen zwischen die Beine, ich bückte
mich, hob sie auf (was sie mit einem synthetischen Schnurren quittierte) und
setzte sie auf mein Bett. Ihr folgten der triefnasse Trenchcoat, und kurze Zeit
später gesellten sich die Stahlkappenstiefel zu einem stetig größer werdenden
Müllberg in der hintersten Ecke des Zimmers.
Mein
Apartment war nicht viel mehr, nur ein handtuchschmaler Raum mit versenkbarem
Bett, Klapp-Schreibtisch und in die Wand eingelassenen Schrank. Wer braucht noch
eine Küche im Zeitalter des selbsterhitzenden Fertiggerichts?
Auf
meinem Schreibtisch standen meine bisherigen Arbeitsgeräte. Ein
bis-zum-gehtnichtmehr aufgemotzter Pentium-XII mit notdürftig verdrahteter
VR-Ausrüstung, komplett mit einem Elektroden-Headset und einem klobigen,
schwarzen Datenhandschuh. Heutzutage hatte EDV nicht mehr viel mit Mäusen und
Monitoren zu tun, sondern eher mit "da sein und es selber machen". Mußte
eine Sekretärin zur
Jahrtausendwende noch einigermaßen tippen und formulieren können, um das Geschäftsschreiben
des Chefs ins "Word" zu bekommen, so setzte sie heute ihre DataBrille
auf, schlüpfte in den Datenhandschuh und "dachte" sich ihren Text.
Dank automatischer Rechtschreibprüfung schlichen sich auch keine Stilfehler
mehr ein, und um den Brief dann zu verschicken, nimmt sie ihn einfach, klebt ihn
zu und steckt ihn in einen virtuellen Briefkasten, der frappierend den gelben
Boxen aus der Prä-EDV-Ära ähnelt. Der Computer übersetzt dann ihre Hand- und
Kopfbewegungen in Befehle wie "send mail to XY" um.
Oder, um
einen anderen konkreten Fall zu benennen... Will man als Hacker ein Bankkonto
knacken, lädt man ein Programm, daß im Cyberspace wie eine Dynamitstange
aussieht, klemmt es von außen an das an einen Safe erinnernde Bankkonto, bringt
sich etwas in Sicherheit und läßt dann das Programm schnell seine Arbeit tun,
so schnell, daß es fast einer Explosion nahe kommt. Und da Banken es nicht mögen
daß Hacker an ihren Konten herumpfuschen, haben sie natürlich auch Wachen im
Cyberspace, die sich um solche Leute wie mich zu kümmern haben. Im besten Fall
erwischen sie mich nicht, aber wenn doch, dann verfolgen sie mich durch den
Cyberspace bis zu meiner Adresse in der realen Welt zurück und hetzen mir die
Bullen auf den Hals. Einer der Gründe, warum ich nur mit leichtem Gepäck
reise.
Das
bringt mich zurück zu der Tasche, die neben mir auf dem Bett steht. Ich öffne
sie und ziehe ein eckiges Etwas daraus hervor, das mehrmals in Plastikfolie
eingewickelt ist. Das Etwas ist rechteckig, schnittig-flach, etwa einen halben
Meter breit und fünfunddreißig Zentimeter lang, also etwas größer als eine
alte IBM-Tastatur. Ehrfürchtig entferne ich das Plastik, und halte das Etwas
andächtig gegen das Licht der müde vor sich hinfunzelnden Glühbirne. In der
Ecke oben rechts steht "Infiltrator 2020", und außer einigen Buchsen
auf der Rückseite läßt nichts darauf schließen, das dieses Etwas ein
hochmoderner Computer ist, der zusammen mit dem Implantat in meiner Schläfe die
nächsten Monate aus einem gerade in die Oberliga aufgestiegenen Datencowboy
einen Millionär machen soll.
Nach ein
paar Minuten hektischer Betriebsamkeit ist der alte Rechner vom Schreibtisch geräumt,
und der "Infiltrator" nimmt dessen Platz ein. Meine RealKat(tm) (sie
heißt, in einem Anflug geistloser Ironie "Gibson") hat sich derweil
meinen klapperigen Drehstuhl als Domizil ausgesucht, von der ich sie mit sanften
Händen aufhebe und auf das Bett zurücklege.
Ich lasse
mich seufzend auf dem Stuhl nieder, stöpsele das Netzkabel in die
12er-Mehrfachsteckdose an der Wand, verbinde das eingebaute Modem mit der
DSL.-Leitung, lasse den Stecker des
zweiten Kabels erst in den mit "DataPort" gekennzeichneten Anschluß
am Infiltrator einrasten, und führe das bleistiftdicke Kabel an meine Schläfe.
"Es
ist so, als hättest du ein eingebautes VR-Headset", so hat mir mein
Arbeitgeber die Sache beschrieben, als wir die ersten Tests durchführten.
(Dachten Sie, ich alleine könnte mir so einen Ferrari von Computer leisten? I
wo! Ich arbeite für Leute, die wiederum anderer Leute Geheimnisse haben wollen.
Belassen wir es dabei. Es sind schon Leute wegen solch trivialer Details in die
Kanalisation geworfen worden. Und Sie wissen ja, was heutzutage für eine Brühe
als "Abwasser" bezeichnet wird, hm?)
Damals,
vor einer Ewigkeit, wie mir scheint, hatten wir mit Elektroden gearbeitet, die
direkt die relevanten Nervenzentren stimulierten. Dadurch fiel der Weg über
Augen und Gehör weg, so daß wertvolle Sekundenbruchteile im Kampf gegen die
Anti-Hacker-Maßnahmen unserer "Opfer" gewonnen wurden. Jedoch waren
die Signale eher schwach und verzerrt, so als ob man bei einem Radio den Sender
nicht ganz "sauber" reinbekommt. Der nächste logische Schritt war
dann die Stimulierung der Nervenbahnen direkt im Gehirn.... Deswegen das
Implantat, und deswegen dieser "Matrix-Für-Arme-Kram". Es sorgte dafür,
daß ich keine Gesten ausführen oder Befehle geben mußte, stattdessen dachte
ich die Befehle, und die Impulse, die sonst für meine Bewegung zuständig
waren, wurden direkt in virtuelle Entsprechungen umgeandelt. Damit ich nicht vom
Hocker kippte, während ich das System benutzte, sprangen sogenannte
Motorik-Blocker ein, die jede Bewegung in der echten Welt unterbinden sollten.
So sah es zumindest die Theorie vor.
All dies
zuckte mir in rasender Geschwindigkeit durch den Kopf, als ich den Stecker
einrasten spürte.
Mein
Finger legte sich auf den dicken, roten Power-Schalter an der rechten Seite des
"Infiltrators", und mit einem trockenen "KLACK" sprang der
Computer an.
Im ersten
Moment tat sich gar nichts, außer dem monotonen Surren eines Lüfters im
Inneren der Maschine. Dann erschienen transparente Zeichenkolonnen am Rand
meines Blickfeldes, die mich frappierend an den Bootvorgang eines alten PC's
erinnerten.
Dann, in
großer roter Schrift, quer über mein Sichtfeld:
"ACHTUNG!
MOTORIK-BLOCKER AKTIV"
Ich
wollte hastig nach dem Stecker greifen, jedoch bewegte sich mein Arm keinen
Millimeter von der Tischplatte. Für zwei, drei Herzschläge erfaßte mich
eisige Panik, aber ich würgte sie herunter.
Dann
wurde es schwarz um mich.
Ich fühlte
mich schwerelos, als wäre ich nur noch ein Geist. Dann, langsam, quälend
langsam, bilden sich Konturen aus der Dunkelheit heraus. Die hektisch flirrenden
Schriftzeichen am Rande meines Sichtfeldes sind wieder da, mein Blick huscht über
eine Zeile, in der die "Synchronisierungs-%" angezeigt werden. Je höher
dieser Wert steigt, desto besser kann ich die Konturen sehen.
Es ist
ein achteckiger Raum, in dessen Mitte ein Podest steht. Auf diesem Podest, es
ist achteckig, liegt eine Gestalt, einer aus Lehm geformten Puppe nicht unähnlich.
Nur besteht sie nicht aus Lehm, sondern aus sanft pulsierenden, graublau
leuchtenden Chromfäden, die sich eng wie ein Kokon um diese Gestalt wickeln.
"BITTE
PERSONA-PARAMETER DEFINIEREN" erscheint in greller grüner Schrift vor
meinen Augen. Ich erinnere mich an diesen Teil der Prozedur. Mit knappen,
gesprochenen Befehlen forme ich den Chrom-Avatar in ein Ebenbild meiner selbst
aus der realen Welt nach - natürlich mit einigen Korrekturen, sollte es mich
mal in einen Chatraum verschlagen.
Langes,
wellig-wehendes, braunes Haar, ein maskulines Gesicht mit grauen Augen, einem
kantigen Kinn und einem Hauch von drei-Tage-Bart, breite Schultern, muskulöse
Arme, kräftige, aber geschickte Hände. Ein flacher Bauch, ein dazu passender
knackiger Arsch... Aus einer Laune heraus gönnte ich meinem Avatar etwas mehr
als 21 cm Penislänge und vervollständigte die Kreation durch einen
dunkelblauen Slip, dazu schwarze Jeans und Shirt, abgerundet durch Trenchcoat
und Stiefel.
Mein
Blickwinkel glitt um das achteckige Podest herum. Ja, perfekt.
Ich wies
den Computer an, das Profil zu speichern und das Betriebssystem zu starten.
Es wurde
erneut schwarz um mich.
Ich
erwachte. Ich lag auf etwas Hartem, Unbequemen. Langsam wanderte mein Blick, und
ich stellte fest, daß ich nun tatsächlich auf dem Achteck-Podest lag. Die
Jeans war extrem eng und spannte sich um meine Hüfte. Erst jetzt bemerkte ich,
daß man sogar im Cyberspace eine Morgenlatte haben konnte. Ich salutierte den
Programmierern im Stillen, erhob mich mit elektronisch generierte Lässigkeit
und stand auf. Neugierig tat ich einige Schritte in der Oktagon-Kammer, die laut
und metallisch deutlich von den Wänden widerhaltten. Unglaublich. Meine
Fingerspitzen strichen über die Seitennaht der Jeans. Sie fühlte sich wie
frisch von der Stange an. Ich hob den Arm und schnupperte an der Manschette des
Trenchcoat. Hhmmmmm... Frisches, duftendes, weiches Leder.
Ich wußte,
eigentlich sitze ich in einem von strömenden Regen umgebenen Apartement auf
einem klapperigen Drehstuhl, doch dieser Gedanke verblaßte scheinbar vor der
virtuellen Realität, in der ich mich befand.
Mit einem
leisen Zischen hob sich vor mir eine Wand in die Decke, und ich verließ die
Oktagon-Kammer. Meine Schritte trugen mich in eine Art begehbaren Wandschrank.
Die Tür mir direkt gegenüber war mit "World Wide Web" beschriftet,
die hinter mir zuzischende Wand las "Profil-Registrierung". Der Raum,
in dem ich mich befand, stellte sich neonflimmernd mit "Eigene
Programme" vor. Ich schob die Leuchtschrift beiseite und besah mir die
Dinge, die auf den Regalbrettern neben der Tür lagen.
Eine
Geldbörse. Für's legale Einkaufen im Web. Daneben eine Krokolederbörse, die
leise rattert. Ich hebe sie auf und werfe einen Blick in die Scheintasche. Aus
einem Auswurfschacht in der Geldbörse purzeln Banknoten ins Scheinfach. Aha,
das Falschgeld zum Einkaufen im Web. Ich ließ beide Börsen in meinen Taschen
verschwinden, dazu noch einige Magnetkarten und Dieteriche, die ich für meinen
großen Coup brauchen würde. Zur Sicherheit ließ ich auch die gute, alte
Dynamitstange (die hier etwas skurril-zeichentrickmäßiges hatte) in meiner
Manteltasche versinken.
Zu guter
Letzt noch das Notizbuch, in dem ich meine Adressen notiert habe. Ein schneller
Blick hinein zeigt mir, daß sie den Datentransfer auf den "Infiltrator"
überlebt hatten.
Wie durch
Zufall fiel mein Blick auf eine Adresse, die ich schon seit einiger Zeit nicht
mehr besucht hatte. www.sevac.com. Ich mußte grinsen. Sevac war lange, lange
eine der besten Erotic-Story-Sites im Netz gewesen, bis sich die neuen Besitzer
dazu entschlossen, aus ihr eine High-End-Glitter-Glitzer Pay-Site zu machen.
"Ha"
dachte ich mir.... "Welch besseren Weg, dieses Baby mal probezufahren, als
bei sevac vorbeizuschauen und ein paar Videos zu saugen?"....
Gesagt,
getan. Ich öffnete die Tür mit der Aufschrift "World Wide Web" und
verließ mein Zimmer.
Ich fiel.
Zumindest fühlte es sich in den ersten Sekunden so an. Eine Bewegung nach
"unten", an einem Etwas entlang, das wie ein neonblauer Faden im
Nichts zu hängen scheint. Erst nach und nach realisiere ich, daß dieser Faden
auf einem immer dichter werdenden Wirrwarr von neonfarbenen geometrischen
Strukturen zuführt. Und ehe ich mich versehe, stehe ich an den Pforten eines
kitschig pink pulsierenden Art-Deco-Herzen, auf dem in wunderbar geschwungener
Schönschrift die Worte "SEVAC.COM" stehen. Ich hebe die Hand und lege
sie auf den silberfarbenen Handgriff, will die Tür öffnen, doch eine Stimme
aus dem Off fordert mich auf: "Bitte geben Sie Usernamen, PIN-Nummer und
Stimmprobe ab."
Ich
greife in meine Manteltasche und zücke einen Dieterich, den ich an das Schlüsselloch
der Tür halte.
Der dünne
Stahldraht zerfließt in eine nicht enden wollende Schlange aus Nullen und
Einsen, die in das Schlüsselloch hineinperlt wie Chianti in den Rachen eines
Jet-Set-Playboys.
Nach für
mich endlos scheinenden Momenten höre ich ein befriedigendes "Klick",
und die Tür öffnet sich einen Spalt breit. Der Dieterich in meiner Hand zerfällt
zu grauer Asche und rieselt zu Boden. Resolut drücke ich die Tür nach innen
und betrete die mir so lange verwehrt gebliebenen Hallen von Sevac. Nun gut,
beim letzten Besuch waren es noch von Datenbrillen erzeugte Korridore, nicht unähnlich
einem archaischen Ballerspiel wie DOOM, aber heute konnte ich sogar das Parfüm
einiger Chat-Gäste riechen, die kürzlich aus der Lobby in die CS-Bar
gewechselt sein müssen.
Die Tür
hinter mir schließend werfe ich einen Blick um mich. Die Türen sind
praktischerweise alle gut ausgeschildert, von "Geschichten" zu meiner
Linken über den "Chat" direkt am anderen Ende des Raumes, bis hin zum
"Premium Content" rechts von mir. Grinsend zücke ich die leise
ratternde Krokobörse und wende mich der "Premium Content"-Tür zu...
... die
sich just in diesem Moment öffnet. Aus dem Raum kommt mir eine Frau entgegen.
Sie ist in ein langes schwarzes, hauteng anliegendes Abendkleid gehüllt, dessen
tief ausgeschnittenes Dekollté nicht den Hauch eines Zweifels ob ihrer Unterwäsche
zuläßt. Meine Augen wandern höher (ich fühle sogar ein wenig Röte in meine
Wangen schießen... selbst im Cyberspace guckt man(n) immer zuerst auf den
Busen!) und mustern ihr atemberaubend schönes herzförmiges Gesicht. Sie hat
unendlich grüne Augen, wie aus feinster Jade, eine schmale, klassisch schöne
Nase. Die Blässe ihrer Haut wird durch tiefschwarzes, endlos langes Haar, durch
volle, sinnlich rote Lippen aufs Angenehmste kontrastiert, und als sie mich
anspricht, umschmeichelt mich ihre samtige Stimme.
"Na
sowas.... Wir haben unangemeldeten Besuch?"
Ich blieb
wie angewurzelt stehen. Etwa zweihundert verschiedene Möglichkeiten, was genau
jetzt schiefgegangen ist, rasen mir durch den Kopf, und ich bin schon halb auf
der Flucht, als sich ihre langen Finger um mein Handgelenk legen.
"Nicht
doch, nicht doch... Jetzt, wo du schon mal hier bist, kannst du es dir ja auch
ruhig gemütlich machen, oder nicht?" Ihr leises gefährtliches Schnurren
ließ sämtliche Haare auf meinem Körper (und ein nicht ganz unwichtiges Organ)
Männchen machen, und ich ließ mich fast ohne Widerstand hinter die dick
gepanzerte "Premium Content"-Tür ziehen, die sich mit einem finalen,
grabesdumpfen Pochen hinter uns schloß.
"Was
haben wir denn da?" fragte sie mich, spielerisch lächelnd, während ihre
Fingerspitzen, mit blutrot lackierten Fingernägeln, über die deutliche Beule
in meiner Jeans strichen. Irgendwo jenseits des rauschenden Blutes in meinen
Ohren hörte ich ein mehrfaches "klack klack klack", als ob Schlösser
einrasten würden, jedoch fiel es mir schwer, mich auf irgendetwas anderes als
die schwarz gewandete Verführerin zu konzentrieren, die sich lasziv gegen mich
räkelte, mich dadurch an die Tür drückte und mich zu Bewegungslosigkeit
verdammte. Ihre Finger machten sich mit geradezu unheimlicher Zielstrebigkeit an
den Knöpfen der Jeans zu schaffen, und schon zwei Herzschläge später fühlte
ich ihre kühlen Finger in meinem Slip. Irgendwo zwischen Panik und Neugierde
verließ mich mein gesunder Menschenverstand und ich ließ mich auf ihr Spiel
ein.
"Das?
Das ist nur mein Schwanz" versuchte ich nonchalant zu entgegnen, doch
fehlte meinen Worten die rechte Überzeugungskraft, zumal sie langsam in die
Knie ging, während ihre Hände eifrig damit beschäftigt waren, meine virtuelle
Männlichkeit aus dem Gefängnis eines nicht minder virtuellen Slips zu
befreien. Ich war mir in einem stroboskopisch aufflackernden Moment der
Wissenschaftlichkeit bewußt, das dies hier mindestens so real war wie das
wirkliche Leben. Doch die Nüchternheit des klaren Denkens wurde wie eine Kerze
im Wind ausgepustet, als sich ihre samtigen Lippen um meinen Ständer legten und
ich ihre heiße Zungenspitze spürte, die Loopings um meine Eichel drehte. Mir
versagten die Knie, und ich glitt langsam an der Tür zu Boden. Sie ließ meinen
Schwanz kurz aus ihrem Mund gleiten, bis ich mich vollständig auf dem Boden
verteilt hatte, beugte sich dann über meine Hüfte und fuhr ungerührt damit
fort, mir den heißesten Blowjob meines Lebens zu verpassen. Meine zitternde
Hand wanderte über den samtweichen Teppich und erreichte den Saum ihres
Kleides. Der Stoff war seidenweich und raschelte leicht, als ich meine Hand
unter dem Kleid langsam auf Entdeckungsreise wnadern lasse. Meine Fingerspitzen
streifen ihren Oberschenkel, und ein zustimmendes Seufzen zeigt an, daß ich
anscheinend auf dem richtigen Weg bin. Höher wandern die Finger, und ich
streife über die samtig kühle Haut ihres Hinterns. Meine Finger streicheln über
die festen Pobacken und wandern weiter, tiefer hinab zwischen die Schenkel.
"Mein Gott" wispere ich, als meine Fingerspitzen ihre Schamlippen
teilen und in ihre heißfeuchte Grotte eintauchen, "sogar SO echt geht das
schon?"
Ihre Hüfte
schiebt sich mir entgegen, und ich lasse zwei Finger in ihren Liebestunnel
gleiten, während der Daumen über ihrem Kitzler kreist. Ihr Zungenspiel bleibt
auch auf mich nicht ohne Wirkung, und mein Becken bewegt sich reflexartig stoßend
nach oben. Sie bändigt mich, indem ihre kühle Hand meinen Schaft nahe der
Wurzel umfaßt und festhält, während ihre Lippen und Zunge das Tempo
bestimmen.
Abrupt hört
sie auf.
Ich halte
ebenfalls inne, meine Finger gleiten fast wie von selbst aus ihrer Muschi. Sie lächelt
unglaublich verführerisch und meint "Laß es uns etwas bequemer machen, Hübscher."
Mit
diesen Worten erhebt sie sich, streift die Schulterträger des Kleides ab und läßt
es in einer seidigen Welle zu Boden rascheln. Wie eine Mischung aus
Michelangelo-Kunstwerk und einer gotischen Vampirlady steht sie vor mir, dreht
sich kokett um und gleitet zu einem Deluxe-Kingsize-Bett, daß den Großteil
dieses Raumes einnimmt. Ich erhebe mich und rupfe mir erheblich unzeremonieller
die Kleidung vom Leib, bis ich ebenfalls so dastehe, wie meine Phantasie mich
schuf. Meine Verführerin hat es sich derweil auf dem Deluxe-Bett bequem
gemacht. Sie liegt auf der Seite, und die rote Seidenbettwäsche rahmt sie wie
ein modernes Kunstwerk ein. Ihre Brüste sind klein, fest, und ihre Nippel
stehen dunkel und hart von ihnen ab. Meine Blicke wandern an ihrer elegant
daliegenden Gestalt entlang, über ihren flachen Bauch, bis hin zu dem Dreieck
zwischen ihren Beinen, wo nur ein hauchzarter Strich dunklen Flaums darauf
hindeutete, daß dort je Haar wuchs.
"Na
komm schon... willst du mich fotografieren oder vernaschen?" neckt sie
mich. Ein vielsagender Blick auf meinen hochaufgerichteten Ständer läßt jeden
Zweifel verpuffen, welche der beiden Möglichkeiten sie bevorzugen würde. Ich
erreiche das Bett, und sie zieht mich zu sich hinunter.
Kaum hat
mein Rücken die Matratze berührt, gleitet sie katzengleich über mich, und ich
kann ihre wunderbare Pussy in Nahaufnahme bewundern. Ich bin froh, daß mir das
Ausziehen Gelegenheit gab, kurz Luft zu holen, daher kann ich es umso mehr genießen,
als ihre Lippen meinen Ständer umschließen. Ich verwerfe jeden Gedanken an
analytisches Denken. Stattdessen lasse ich meine Zunge zwischen ihre Schamlippen
gleiten und beginne damit, ihre Perle mit der Zungenspitze zu verwöhnen. Ich
koste ihre süßen Säfte, erforsche mit der Zunge jeden Winkel ihre Lustgrotte,
während meine Hände an ihren Flanken entlangstreicheln und sich dann
massierend über ihre Brüste legen. Sie läßt ihre Muschi über immer heftiger
über meinem Gesicht rotieren, während ihre Zunge und die Hand an meinem
Schwanz ein schnelleres Tempo anschlagen. Mein gesamter Unterleib spannt sich
an, und einer glühenden Woge gleich entlädt sich meine Lust zwischen ihre
Lippen. Ich unterstütze meine Zunge mit zwei Fingern, die schnell und tief in
ihren Tunnel stoßen, und wenig später spannt sie sich an läßt sich von den
Wellen ihres eigenen Höhepunkts davontragen.
Ihre
Finger streicheln mich sofort weiter, ihre Zunge führt heiß über meinen
Schwanz, der sich durch diese Behandlung ermuntert fühlt und gar nicht daran
denkt, abzuschlaffen. Die dunkelhaarige Schönheit hebt ihren Kopf, lächelt
mich mit blitzenden Augen an und gleitet an mir herunter, so daß sie nun
rittlings auf meinem Bauch sitzt, Gesicht von mir fortgedreht. Sie lehnt sich
zurück, ihr Haar kitzelt mich im Gesicht, und ich schließe meine Arme um sie.
Meine Hände streicheln ihre kleinen, festen Brüste, während ich ihre Hände
an meinem Ständer spüre. Meine Lippen berühren die Haut ihres Nackens, es
knistert leise, wie von winzigen Stromschlägen, die ausgetauscht werden.
"Hat dir das gefallen?" haucht sie mir entgegen.
"Willst
du darauf wirklich eine Antwort?" frage ich zurück.
"Ich
weiß es schon" schnurrt sie zurück, und ich spüre den sanften Druck
ihrer Fingernägel auf der Unterseite meines harten Schaftes.
"Bist
du auch hart genug für die zweite Runde?" Ihr Rücken reibt sich gegen
meine Brust, meine Fingerspitzen zwirbeln sacht ihre Nippel und mein Atem kommt
stoßweise "Aber... ja.... doch.... wenn sie so gut ist .... wie die
erste....?"
"Besser,
Baby, besser" entgegnet sie mir, richtet sich auf, dreht sich um
hundertachtzig Grad und läßt meinen Ständer mit beinahe spielerischer
Leichtigkeit in ihrer Pussy verschwinden. Ich hole überrascht Luft. Verdammt,
sie war ziemlich eng... und heiß. Wie ein sündiger Engel saß sie auf mir und
lächelte mich an. "Entspann dich... das ist nur für dich" schnurrt
sie mir entgegen. Ihre Hüfte ruht auf meiner, und ich spüre, wie sie ihre
Scheidenmuskeln spielen läßt. Ein wohliger Schauer kribbelt von den Lenden bis
direkt ins Gehirn, und ich will mich am Liebesspiel beteiligen, sie ficken, bis
ihr mein Ständer ins Hirn fährt. Aber sie unterbindet jeden derartigen
Versuch. Ihre Hand liegt auf meinem Bauch, und selbst in der virtuellen Welt ist
mir bewußt, daß ein Handballen im Magen nicht zu den wünschenswerten Dingen
beim Sex gehört. Ich lasse sie gewähren, während ihre Hüften leicht zu
kreisen beginnen, entspanne mich, so gut es geht, lasse mich von den
unglaublichen Empfindungen, die deses Wesen in mir auslöst, überwältigen. Sie
hat den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen, ihre Hände streicheln
ihre Brüste, zwirbeln die Nippel, während sich ihre Hüfte langsam hebt und
senkt. Ich spüre nur noch diese unheimlich angenehme Wärme, habe die Augen
halb geschlossen, fühle, wie sich meine Lust immer weiter steigert... höre ihr
volles, ungebändigtes Stöhnen... dann graben sich ihre Fingernägel tief in
meine Schultern, jedoch empfinde ich es nicht als Schmerz, eher als Ansporn, ihr
entgegenzukommen... Sie beugt sich über mich, raunt mir ein tiefes,
animalisches "na los, gibs mir" ins Ohr... ein Wunsch, dem ich nur zu
gerne nachkomme... Unsere Hüften heben und senken sich im Gleichklang, wir stöhnen
um die Wette, meine Finger krallen sich in ihre schweißnassen Schultern, und
ich spüre, daß es nicht mehr weit bis zur erneuten Erlösung ist. Sie scheint
ähnlich zu empfinden, denn auch sie steigert ihr Tempo, ihr Stöhnen wird
einige Tonlagen höher, und sie feuert mich mit spitzen Schreien an. Ich spüre,
wie sich ihre Muschi um meinen Schwanz krampft, das Brodeln in meinen Lenden,
das unendlich langsam dem Siedepunkt entgegenstrebt, dann nur noch einen
scharfen, stechenden Schmerz in meinem Kopf, von Schläfe zu Schläfe......
Und in
der realen Welt piepst der "Infiltrator", dunklen Rauch ausstoßend, während
eine einsame Leuchtdiode mit der Beschriftung "SENSORY OVERLOAD"
einsam vor sich hin flackert.
Die
RealKat (tm) springt vom Bett auf den Stuhl, von dort auf den Tisch und setzt
sich dann auf die Hinterpfoten, den Kopf schief gelegt und läßt ein einsames,
eierndes "Mi-auauau?" vernehmen...
The End?
<<okay,
Leute... Fragen, Anregungen, Kritik, Haßbekundungen und Autogrammwünsche bitte
an BlackFurredBeast@uboot.com>>
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